Auswahlkriterien für Gitterroste

Auswahlkriterien für Gitterroste

Merkmal

Schweißpressrost (SP)

Pressrost (P)

Einsteckrost (EP)

Grundprinzip

Tragstäbe und Querstäbe werden an jedem Knotenpunkt verschweißt

Querstäbe werden in die Tragstäbe eingepresst (ohne Schweißung)

Trag- und Querstäbe werden geschlitzt und ineinandergesteckt (Formschluss)

Verbindung der Stäbe

Stoffschlüssig (Schweißnaht)

Formschlüssig durch Pressung

Formschlüssig durch Schlitzverbindung

Querstäbe

Meist rechteckig

In der Regel geschlitzt

Geschlitzt, verzahnt ineinander

Randstäbe

Umlaufend vorhanden

Umlaufend vorhanden

Umlaufend vorhanden

Steifigkeit

Sehr hoch

Hoch

Mittel bis hoch

Verdrehfestigkeit

Sehr gut

Gut

Gut

Schwingungs-verhalten

Gering

Mittel

Mittel

Korrosionsschutz nach Fertigung

Gut kontrollierbar

Sehr gut (keine Schweißpunkte im Raster)

Gut

Optik

„Technisch“, Schweißpunkte sichtbar

Sauberes Rasterbild

Sehr gleichmäßiges Raster

Herstellungskosten

Tendenziell höher

Mittel

Mittel

Formgenauigkeit

Sehr präzise

Sehr präzise

Präzise

Reparaturfähigkeit

Gut reparierbar

Eingeschränkt

Eingeschränkt

Typische Nutzung

Industrie, schwere Lasten

Architektur + Industrie

Fassaden, Sonnenschutz, leichte Konstruktionen

Wesentliche Planungs- und Auswahlgrundlagen für Gitterroste

Bei der Auswahl des passenden Gitterrostes sind neben dem Rosttyp vor allem die Belastung, Tragfähigkeit, Durchbiegung und Befestigung zu berücksichtigen. Der gewählte Rost muss den jeweiligen Einsatzbedingungen sicher und dauerhaft entsprechen.

Dabei sind insbesondere zu beachten:

  • Belastungsarten:
    • gleichmäßig verteilte Flächenlasten (mind. 2,0 kN/m²),
    • ortsfeste oder rollende Einzellasten (mind. 1,5 kN auf 200 × 200 mm),
    • statische und dynamische Belastungen (z. B. durch Personen oder Fahrzeuge).
  • Tragfähigkeit:
    • Auswahl anhand herstellerseitiger Belastungstabellen,
    • Berücksichtigung von Spannweite, Material und Sicherheitsfaktoren,
    • ggf. statische Berechnung durch Fachingenieur bei Sonderfällen.
  • Durchbiegung:
    • Die elastische Durchbiegung soll in der Regel L/200 nicht überschreiten,
    • an Stoßstellen darf die Höhendifferenz zu benachbarten Rosten max. 4 mm betragen.
  • Befestigung und Auflager:
    • sichere und dauerhafte Verankerung an der Unterkonstruktion,
    • ggf. zusätzliche Unterstützungen oder verstärkte Randanschlüsse,
    • Verbindung benachbarter Roste durch Stoßverbindungen oder Doppelklammern.
  • Einsatzbedingungen:
    • Rutschhemmung,
    • Korrosionsschutz,
    • Temperaturbeständigkeit,
    • Witterungseinflüsse und aggressive Medien.

Wesentliche Planungs- und Auswahlgrundlagen für Gitterroste

  1. Belastung klären – Flächenlasten, Einzellasten sowie statische/dynamische Lasten berücksichtigen.
  2. Tragfähigkeit wählen – anhand Hersteller-Tabellen (Material, Spannweite, Sicherheitsfaktoren).
  3. Durchbiegung begrenzen – i. d. R. max. L/200, Stoßhöhenunterschied ≤ 4 mm.
  4. Sichere Befestigung – dauerhafte Verankerung an Unterkonstruktion, ggf. Zusatzauflager.
  5. Rostverbindungen sichern – Stoßverbindungen oder Doppelklammern einsetzen.
  6. Einsatzbedingungen beachten – Rutschhemmung, Korrosion, Temperatur, Witterung/Medien.

Passende Produkte

Zurück zum Blog